Arbeitskreis Krisenintervention e.V.  

Wir machen Krisenintervention im Rettungsdienst - menschlich - kompetent - stark

 
 

Willkommen beim KIT Erding Freising e.V.

 Kooperation mit dem BRK Erding

 

 











v.l. Ehrenbeirat Christoph Kober, BRK Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden, KIT-Vorsitzende Iris Menzinger, Vorsitzender des Innenausschusses des Landtags Dr. Florian Herrmann, BRK-Vorsitzender Max Gotz

Erding/Freising – Nach einem schweren Unfall, beim plötzlichen Tod eines Nahestehenden oder bei Katastrophen ist nicht nur die ärztliche Kunst gefragt. Auch die Seele braucht Erste Hilfe.

Darum kümmert sich in der Region Erding-Freising seit fast 20 Jahren das Kriseninterventionsteam (KIT). Das ist nun mit dem Kreisverband Erding des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) einen Kooperationsvertrag eingegangen.

Der 1997 gegründete Arbeitskreis Krisenintervention war auf der Suche nach einem Partner – einem neuen Partner, nachdem man bis vor wenigen Jahren unter der Flagge der Malteser ausgerückt war. BRK-Vorsitzender Max Gotz, Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden sowie die KIT-Vorsitzenden Dr. Birgit Hecher und Iris Menzinger handelten den Vertrag aus, der nun feierlich besiegelt wurde – bei einem Treffen in Freising, an dem auch der Vorsitzende des Innenausschusses des Landtags, Florian Herrmann, teilnahm. Der CSU-Politiker bekannte sich als „großer Unterstützer“ des KIT, das mit dem BRK „einen starken Partner“ gefunden habe.

KIT-Ehrenbeirat Christoph Kober lobte die hohen Qualitätsstandards in der Ausbildung und sah es als äußerst wichtig an, „dass Menschen in Ausnahmesituationen geholfen wird“. Kober war bei vielen schweren Unfällen als Retter vor Ort.

Gotz freute sich über Veränderungen in der Gesellschaft: „Es gibt zunehmend Menschen, die im karitativen Bereich ehrenamtlich etwas tun möchten. Schön, dass das BRK Erding jetzt auch Krisenintervention anbieten kann.“ Von der Heijeden erklärte: „Ich sehe hier viele Synergieeffekte und freue mich sehr über die Kooperation.“ Ihre Rettungsdienstmitarbeiter seien froh, wenn sie das KIT nachfordern könnten.

Menzinger freut sich, „jetzt zu so einer großen Hilfsorganisation zu gehören“. Der Zusammenhalt im KIT, aber auch die Zusammenarbeit mit dem BRK werde „absolut gestärkt“. Sie freut sich über weitere ehrenamtliche Helfer, warnt aber auch: „Viele unterschätzen das, was auf sie zukommt. Man muss schon ein gestandener Mensch mit Lebenserfahrung und gefestigter Persönlichkeit sein, um hier helfen zu können.“  dap

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So erlebte eine Erdinger Helferin 

den Trauerakt in München

Gast beim Trauerakt nach dem Münchner Amoklauf war KIT-Helferin Iris Menzinger (hinten, 3. v. l.) – hier mit (v. l.): Bundespräsident Joachim Gauck, SPD-Chef Sigmar Gabriel, Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt, Kanzlerin Angela Merkel und Bundesratspräsident Stanislaw Tillich

  

Seit neun Jahren ist Iris Menzinger im Kriseninterventionsteam Erding-Freising tätig. Bei unzähligen Todesnachrichten war sie dabei, viele Hinterbliebene hat sie in den ersten Stunden nach einem Schicksalsschlag betreut. Und doch war der 22. Juli auch für die 46-Jährige ein Tag, den sie nie vergessen wird – der Amoklauf im Olympia Einkaufszentrum in München. Am Samstag und Montag waren Menzinger und ihre KIT-Kollegen vor Ort, 43 Trauerbegleitungen nahmen sie vor. Am Samstag betreuten Menzinger und ihre ehrenamtlichen Kollegen Augenzeugen des Amoklaufs, am Montag kümmerten sie sich um Besucher der Kranzniederlegung.Als Vertreterin der Einsatzkräfte aus dem Landkreis wurde Menzinger am Sonntag zum Trauerakt in die Münchner Frauenkirche und danach in den Landtag eingeladen. Die Erdingerin berichtet von einer „sehr bedrückenden, beklemmenden, aber auch sehr ruhigen Stimmung“. Man habe gespürt, wie die Menschen zusammengerückt sind.Erding/München - Unter den hunderten Gästen des Traueraktes für die neun Getöteten des Amoklaufs von München war auch eine Einsatzkraft aus Erding: Iris Menzinger vom Kriseninterventionsteam. Die 46-Jährige Mutter zweier Söhne erlebte denkwürdige Momente.

  

Sehr ergreifend sei das Miteinander der Religionen und das Enzünden der neun Kerzen für jeden Toten gewesen. Menzinger erlebte in sich gekehrte Spitzenpolitiker und Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die um Fassung gerungen habe. Bundespräsident Joachim Gauck habe den Ton getroffen. „Mir hat gefallen, dass öffentlich getrauert wurde, dass aber auch das freundschaftlich offene Miteinander in München sowie die Arbeit der Retter gewürdigt wurde.“

Hans Moritz

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Was macht das KIT Erding Freising e.V. ? 

- Betreuung von Betroffenen im Rahmen eines Einsatzes von Rettungsdienst, Polizei und    Feuerwehr und im Katastrophenfall

 

- Seit 1997 rund um die Uhr kostenlos und ehrenamtlich im Einsatz

- Wir helfen Menschen nach einem traumatischen Ereignis und seelischer Belastung

- Nach dem Tod eines Familienmitglieds, Kindes, Freundes


- Bei Unglücksfällen, Verkehrsunfällen, Unfällen im Schienenbereich


- KIT kann nur durch Fachkräfte von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr durch die integrierte Leitstelle Erding alarmiert werden. Eine Alarmierung durch Privatpersonen ist nicht möglich.

 








Unser Spendenkonto: 

ARBEITSKREIS KRISENINTERVENTION E.V.

Sparkasse Freising, IBAN: DE 507 005 1003 0000 492 009

                              BIC: BYLADEM1FSI

 

Kontakt: 

Arbeitskreis Krisenintervention e.V., 

Postfach 1409

85424 Erding

e-Mail: info@krisenintervention.bayern